NOTHELFERKURS-POLIZEIKRÄFTE

Vorwort:

 

Taktische Verwundeten-Versorgung und deren Bedeutung für die Polizei:

 

Polizeibeamte sind in ihrem täglichen Dienst mit unterschiedlichsten Einsätzen konfrontiert, bei denen Personen in Lebensgefahr geraten. Dazu zählt auch jegliche Art von medizinischen Notfällen.

 

Nicht selten ist die Polizei dabei als erste Einsatzorganisation vor Ort - auch wenn die medizinische Versorgung nicht primär in die Zuständigkeit der Polizei fällt.

 

Doch die Erste Allgemeine Hilfeleistungspflicht (EAH) nach dem Sicherheitspolizeigesetz (SPG) schreibt der Polizei diesbezüglich sehr wohl eine Kompetenz zu.

 

Gerade bei bestimmten Verletzungsmustern und vital bedrohten Patienten (Schuss- und Stichverletzungen, lebensgefährliche Blutungen, Reanimation, etc…) spielt der Zeitfaktor eine erhebliche Rolle.

 

Die Länder Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich verfügen im internationalen Vergleich über eine hervorragende medizinische Versorgung und eines der dichtesten, flächendeckendsten Notarztsysteme.

 

Trotzdem kann es zu einer Überbrückungszeit kommen die von Ersthelfern abgedeckt werden muss, um das Überleben eines Verletzten und einen optimalen Ablauf der weiteren Rettungskette zu sichern.

 

Zudem kann eine entsprechende Einsatzlage das Einschreiten des zivilen Rettungsdienstes etc…) auf Grund einer akuten, noch vorliegenden Gefährdung unmöglich machen.

 

Polizeibeamte können sehr schnell in eine Situation geraten, in welcher sie lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen müssen.

 

Der Polizeiberuf an sich stellt mit den damit verbundenen Aufgaben und Pflichten (Beendigung von gefährlichen Angriffen, Intervention gegen Straftäter, etc…) ein erhebliches Risiko dar. 

 

Diverse Vorfälle in Österreich, aber auch in ganz Europa, haben dies in der Vergangenheit auf dramatische Art und Weise vor Augen geführt:

 

Tötungsdelikte, Mordversuche, schwere Gewaltakte in Wohnungen, „Home-Invasion“, Messerangriffe durch psychisch kranke Täter, Schusswechsel mit der Polizei, Angriffe mit Hieb- und Stichwaffen in Fußgängerzonen/an öffentlichen Plätzen, Täter, die Fahrzeuge als Waffen einsetzen, erweiterte Suizide, Angriffe in öffentlichen Massenbeförderungsmitteln, Geisellagen, sog. „Aktiv-Shooter-Szenarien“, Angriffe von Extremistengruppen, Staatsverweigerern oder Terroranschläge.

 

Im täglichen Streifendienst muss es nicht immer der Terroranschlag sein - oft sind es die anfänglich weniger dramatisch anmutenden Einsätze die eskalieren oder Schwerverletzte fordern.

 

Die Polizei kann sich dieser Tatsache nicht entziehen und wird in Zukunft immer mehr in dieser Thematik gefordert werden.

 

Vereinzelt gibt es schon Staaten in Europa, die der taktischen Verwundeten-Versorgung bereits in der Polizei-Grundausbildung einen hohen Stellenwert einräumen und Ausbildungszeit investieren.

 

NOTHELFERKURS-POLIZEIKRÄFTE

Bei dem NOTHELFERKURS-POLIZEIKRÄFTE handelt es sich um einen speziellen, erweiterten Erste-Hilfe-Kurs für Polizeibeamte, welche täglich im operativen Außendienst tätig sind. 

 

Dieser Kurs wird unter Beachtung aktuellster, internationaler Handlungsempfehlungen der taktischen Verwundeten-Versorgung - TCCC/TEMS/TECC vermittelt.

 

Der Hauptschwerpunkt liegt auf dem Kennenlernen und der Anwendung spezieller Verbandsmaterialien, sowie dem dazugehörenden Hintergrund Wissen in Theorie und Praxis.

 

Realitätsnahe Klein-Szenarien unter Einbeziehung von Verletzten-Darstellern, runden den Kurs ab.

 

 

Kursinhalt / Thematiken, in welchen die Teilnehmer*innen geschult werden:

 

  • Auffrischung der Ersten-Hilfe-Basismaßnahmen, (Erstmaßnahmen, Lagerung, starke Blutung, stabile Seitenlage, Reanimation, etc…).
  •  Entstehungsgeschichte, Grundlagen und Hintergrundinformationen zur taktischen Verwundeten-Versorgung für Polizeikräfte.
  •  Einblick in die Wundballistik (Stichwaffen, Kurz-, Langwaffen) und daraus resultierende Verletzungsmuster in Verbindung mit der menschlichen Anatomie.
  •  Medizinische Erstversorgung der häufigsten Verletzungsmuster bei Schuss- / Stichverletzungen, lebensbedrohliche Blutungen, Selbst- und Kameradenhilfe.
  • Umgang mit speziell entwickelter notfallmedizinischer Ausrüstung aus dem Bereich der taktischen Verwundeten- Versorgung: IFAK Inhalt: Tourniquet CAT7 (Abbinde System), Israeli Bandage (spezieller, vielseitiger Druckverband), Chest-Seal (Okklusivverband), hämostyptischen Verbandsmaterialien (forcieren aktiv die Blutgerinnung), Nasopharyngealtubus (Wendel -Tubus) zur Freihaltung der Atemwege, etc….
  • die schnelle Erstbeurteilung eines Notfallpatienten (mögliche Verletzungsmuster / Unfallkinematik, Wundballistik), Anwendung der internationalen Algorithmen zur Patientenbeurteilung für die Erstversorgung und Patientenübergabe an den Rettungsdienst (XABCDE-Schema, MIST-Schema, etc…).
  •  Schockbekämpfung, Wärmeerhalt, erweiterte Versorgung.
  •  Abarbeitung medizinischer Notfallsituationen in realen Klein-Szenarien mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, wie sie im täglichen, exekutiven Außendienst jederzeit eintreten können; 

 

Kurstitel: NOTHELFERKURS-POLIZEIKRÄFTE

Kursteilnehmer: Geschlossene Gruppe

Kursort: Inhouse möglich

Kursdatum: auf Anfrage

Kurszeiten: 7,0 h, 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr;

Material/Ausrüstung: lt. Auftrag;

Verpflegung: Kaltverpflegung, Snacks, Kaffee, Getränke;

Kurskosten: CHF 223,- 

 

«AGB» 

 

Leistungsumfang: Praxisorientierte und maßgeschneiderte Ausbildung mit Inhaltsüberprüfung. Materialien und Szenarien Aufwand inklusive.

 

Kursabschluss: Nach erfolgreicher Kursteilnahme und positiv absolvierter theoretischen, sowie praktischen Prüfung, erhalten die Kurs-Teilnehmer ein Zertifikat von Nothelferkurs.li und den BLS/AED-SRC Ausweis.

 

Anmeldung NOTHELFERKURS-POLIZEIKRÄFTE

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www.nothelferkurs.li